Sie befinden sich hier: Startseite > Gruppen > Pfarrgemeinderat Ehrang > Aufgaben

Der Auftrag des Pfarrgemeinderates und des Pfarreienrates

Diese beiden Gremien sind die vom Bischof anerkannten Organe zur Koordinierung des Laienapostolates in der Pfarrgemeinde bzw. der Pfarreiengemeinschaft. Zum Laienapostolat heißt es im 2. Vatikanischen Konzil, Kirchenkonstitution, Nr. 33; Laiendekret, Nr.3): „Der Apostolat der Laien ist Teilnahme an der Heilssendung der Kirche selbst. Zu diesem Apostolat werden alle vom Herrn selbst durch Taufe und Firmung bestellt.“

In der Ordnung für die Pfarrgemeinderäte im Bistum Trier heißt es in §1 Abs.1:
„Der Pfarrgemeinderat ist einerseits das vom Bischof anerkannte Organ zur Förderung und Koordinierung des Laienapostolates in der Pfarrei und andererseits der für die Pfarrei vorgesehene Pastoralrat.“

In der Vielfalt des Glaubenszeugnisses sind die pastoralen Gremien die Orte, in denen gemeinsam mit dem Pfarrer und den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum einen die pastoralen Fragen beraten, die vielfältigen Dienste in Liturgie, Verkündigung und Diakonie koordiniert und vernetzt werden, sowie zum anderen nach den Herausforderungen und Aufgaben in Gesellschaft und Politik gefragt wird.

Welche konkreten Aufgaben und Möglichkeiten ergeben sich daraus?

Vielfalt des ehrenamtlichen Engagements fördern.

Die Förderung des Ehrenamtes ist dem Subsidiaritätsprinzip verpflichtet, d.h. all das, was Einzelne bzw. Gruppen zu tun imstande sind, darf der Pfarrgemeinde- bzw. Pfarreienrat nicht übernehmen. Die Aufgabe ist es, die verschiedenen Charismen zu erkennen, zu stärken und zu vernetzen, die in jeder Gemeinde vorhanden sind und damit die ehrenamtliche Tätigkeit zu fördern. Dazu gehört auch, die entsprechenden Rahmenbedingungen für Ehrenamtliche zu schaffen und dafür Sorge zu tragen, dass Räume und Einrichtungen für die verschiedenen Gruppen und Dienste geschaffen werden.

Kundschafter sein und die Zeichen der Zeit erkennen.

Eine wichtige Funktion der Räte liegt darin, Seismograph für  Wünsche, Enttäuschungen, Hoffnungen und Aufbrüche in der Pfarreiengemeinschaft zu sein. Dazu zählt auch, aufmerksam dafür zu sein, was sich gesellschaftlich, kulturell und politisch tut, und diese „Zeichen der Zeit im Lichte des Evangeliums zu deuten“ (II. Vatikanisches Konzil, Pastoralkonstitution, Nr. 4).

Das Gesicht der Pfarrei und der Pfarreiengemeinschaft prägen.

In allen pastoralen Fragen, die die Pfarrgemeinde bzw. die Pfarreiengemeinschaft betreffen, wirken der Pfarrgemeinde- und Pfarreienrat beratend mit. In besonderer Weise trägt der Pfarreienrat die Verantwortung zur Erarbeitung einer pastoralen Planung für die Pfarreiengemeinschaft und daraus resultierend die Planung von Aufgaben und deren Umsetzung in der Pfarreiengemeinschaft. Die pastorale Planung geschieht in Zusammenarbeit mit den hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorgern und auf der Grundlage der Hinweise aus den Pfarrgemeinderäten.

Mut zum Handeln zeigen.

Eine weitere Aufgabe ist es, am Leben Jesu orientiert hinzuschauen, wo die Not in den Gemeinden am größten ist, wo also die Menschen leben, die leichter als andere übersehen, isoliert, benachteiligt oder ausgegrenzt werden. Der Pfarrgemeinderat fördert daher die Arbeit im caritativen und sozialen Bereich und unterstützt die Verantwortung der Pfarreien für Familie, Senioren und Jugend, Arbeitswelt, Schöpfung und Umwelt sowie Frieden – Entwicklung – Mission. Dies geschieht im konkreten auf der Ebene der Pfarrei, aber auch hier bietet sich die Koordination und Vernetzung durch die Ebene der Pfarreiengemeinschaft an.

Über den Kirchturm hinausblicken.

Zum Kernauftrag von Laiengremien gehört es, sich in gesellschafts- und kommunalpolitischen Themen aus christlicher Perspektive einzumischen (vgl. Papst Johannes Paul II., christifideleslaici, Nr. 42). Aufgabe des Pfarrgemeinde- und Pfarreienrates ist es, Sprachrohr für das christliche Verständnis von menschlicher Würde und personaler Entfaltung zu sein. Über die Arbeit in den Räten können Menschen dazu motiviert werden, als Christen ihre Verantwortung in den Lebenswelten, in die sie hineingestellt sind, wahrzunehmen, z.B. am Arbeitsplatz, in ihrer Familie, im Freundes- und Bekanntenkreis, in einem politischen Gremium oder der Arbeit in einem Wohlfahrtsverband.

Weitere Informationen finden Sie in der offiziellen Satzung des Bistum Trier.

Pfarrgemeinderat und Verwaltungsrat

Beide Gremien haben je eigene und eigenständige Aufgaben wahrzunehmen. Diese Rechte und Pflichten sind in den jeweiligen Gesetzen und Ordnungen geregelt.

Während der Pfarrgemeinderat das verantwortliche pastorale Gremium ist, entscheidet der Verwaltungsrat in Angelegenheiten der Finanz- und Vermögensverwaltung. Gemeinsames Ziel muss es sein, dass das Vermögen der Pfarrei und ihrem Auftrag dient.