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Lieber eine Kerze anzünden als über die Dunkelheit zu klagen. Nach diesem Motto packen wir an. Man muss kein Experte sein, um Flüchtlingen zu helfen, in Ehrang eine neue Heimat zu finden. Vieles können die Ehranger Bürger besser als alle Experten: den Flüchtlingen das Gefühl zu geben, dass sie willkommen sind, mit ihnen sprechen, ihnen Wohnungen zur Verfügung stellen, ihnen Tipps im Alltag geben, sie in unseren Vereinen aufnehmen,…

Natürlich arbeiten die Ehrenamtlichen mit den Sozialarbeiterinnen der Diakonie zusammen, mit  Einrichtungen wie dem Jugendtreff und der Remise, mit Behörden und Beratungsstellen, mit dem Ortsvorsteher und mit Ehranger Wirtschaftsbetrieben.
Wir warten nicht auf Vorgaben von Behörden oder perfekt organisierte Ablaufpläne und Modelle, sondern packen handfest mit gesundem Menschenverstand da an, wo wir Not sehen oder die Möglichkeit, eine Situation zu verbessern. So sind wir ganz nahe an den Flüchtlingen und haben sie als Menschen kennen gelernt, die in der Regel unendlich dankbar sind für jede Form der Annahme und Hilfe.

Der Arbeitskreis

Im Arbeitskreis Flüchtlingshilfe Ehrang treffen sich regelmäßig in der Flüchtlingshilfe Engagierte: etwa 20 Bürgerinnen und Bürger aus Ehrang als ehrenamtliche Unterstützer, die Sozialarbeiterinnen der Diakonie, Mitglieder des Ortsbeirats, Mitarbeiter des Jugendtreffs und der Familienbildungsstätte Remise, das Quartiersmanagement, Vertreter der Pfarrei St. Peter.

Arbeitsweise

Der Arbeitskreis hat keine festgeschriebene Struktur und keine Satzung, jeder ist für sein Tun und Lassen selbst verantwortlich. Im Arbeitskreis geht es um Informationsaustausch, Koordination, Ideenentwicklung und Beratung.

Wofür wir stehen

Der Arbeitskreis ist überparteilich und überkonfessionell. Es gibt kein „Parteiprogramm“, aber es gibt gemeinsame Überzeugungen, die alle mittragen:
* Wir setzen uns dafür ein, dass alle Menschen, die in Ehrang wohnen, friedlich zusammenleben, unabhängig von ihrer Nationalität und Religion.
* Wir setzen uns dafür ein, dass in Ehrang keine Ghettos und Parallelgesellschaften mit ihren negativen Folgen entstehen. Deshalb ist eine Integration notwendig.
* Flüchtlinge haben es besonders schwer, bei und mit uns zu leben: In der Regel verstehen sie (bei ihrer Ankunft) kein deutsch, sie kommen aus einem anderen Kulturraum mit anderen Sitten und Verhaltensweisen, sie sind arm und abgebrannt, sie haben alle Verwandten und Freunde verloren, sie dürfen in der Anfangszeit nicht arbeiten, viele tragen die fürchterliche Erlebnisse mit sich. Wir helfen ihnen, sich in die deutsche Kultur in Ehrang zu integrieren, ohne dabei ihre Identität aufzugeben.
* Wir sind davon überzeugt, dass eine Gesellschaft, die vor der unverschuldeten Not von Mitmenschen vor ihrer Haustür die Augen verschließt, unmenschlich wird und zerfällt. Wir wissen nicht alles und noch weniger wissen wir alles besser. Wir kommen aus ganz unterschiedlichen beruflichen und sozialen Zusammenhängen mit unterschiedlichen Überzeugungen und Erfahrungen. Wir versuchen, voneinander und von den Flüchtlingen zu lernen, neue Wege zu finden, Fehler zu erkennen und abzustellen.
* Wir mischen uns nicht in die Flüchtlingspolitik der Parteien ein, sondern versuchen, das konkrete Leben in Ehrang so menschlich wie möglich zu machen. Wir nehmen die Menschen, die bei uns leben, als Mitmenschen an, unabhängig davon, welche Überzeugungen wir in der großen Flüchtlingspolitik haben. Wir wollen nicht maulen, sondern die Welt in Ehrang verbessern.

Unter dem Dach der Pfarrei

Der Arbeitskreis ist aus einer kleinen Gruppe Engagierter der Pfarrei St. Peter entstanden, die sich für Wohnraum für Flüchtlinge einsetzte. Als die Stadt Trier zum ehrenamtlichen Engagement für Flüchtlinge aufrief, fanden sich in Ehrang eine Reihe von Bürgerinnen und Bürgern sowie Gremien- und Institutionenverteter, die etwas tun wollten und sich in einem Arbeitskreis zusammensetzten.
Der Arbeitskreis ist unter dem Dach der Pfarrei organisiert, weil hier Versicherungsschutz für die Ehrenamtlichen besteht, es keine verbindlichen Vorgaben für die Art der Unterstützung gibt, die unterschiedlichen Akteure die größte Freiheit haben und die Pfarrei den Arbeitskreis logistisch und finanziell unterstützt.